Toxische Männlichkeit. Erkennen, reflektieren, verändern. Ein Buch für alle Männer!

Mein Buch „Toxische Männlichkeit. Erkennen, reflektieren, verändern“ richtet sich an alle Männer, um ihre problematischen Verhaltensweisen und Einstellen zu verändern.

An alle Männer?

Ja, an alle Männer! Denn auch wenn es viele Männer leugnen oder ignorieren, so können Jungen in einer patriarchalen Gesellschaft nicht aufwachsen, ohne toxische Verhaltensweisen und Einstellungen zu entwickeln. Die Vorstellung davon, wie Jungen und Männer angeblich zu sein haben, führt dazu, dass sie Eigenschaften annehmen, mit denen sie vor allem Frauen (und andere marginalisierte Menschen) sowie sich selber einen enormen Schaden zufügen. Darüber hinaus erhalten Jungen und Männer in allen Lebensbereichen Privilegien, die Frauen verwehrt bleiben.

Viele Männer argumentieren, dass sie ja wohl nicht gemeint sind, es sind „die anderen Männer“. Sie wären schließlich kein Vergewaltiger.

Toxische Männlichkeit meint aber nicht nur gewalttätiges Verhalten, was im Übrigen fast ausschließlich von Männern verübt wird, sondern beginnt bei alltäglichen Handlungen und ist in sämtlichen Lebensbereichen zu finden.

Da drunter fällt beispielsweise, wenn Männer der Meinung sind, dass sie bestimmte Handlungen besser als Frauen könnten und kompetenter als sie wären, wenn Männer es nicht schaffen (oder sich weigern), 50% des Haushaltes und der Kindererziehung zu übernehmen, wenn Männer Frauen permanent unterbrechen, ihnen die Welt erklären oder die Gedanken und Ideen von Frauen als die eigenen ausgeben, un dafür Lob und Anerkennung  zu erhalten.

Des Weiteren bedeutet toxische Männlichkeit, wenn Männer Pornos konsumieren, wenn sie in der Sexualität ausschließlich an die eigenen Bedürfnisse denken und Penetration mit Sex gleichsetzen, wenn sie sich Raum nehmen, der ihnen gar nicht zusteht, wenn sie Frauen weniger Gehalt bezahlen oder Frauen nicht einstellen, weil sie Kinder haben oder welche bekommen könnten, wenn Männer zu Prostituierten gehen, wenn Männer Frauen anstarren oder hinterher pfeifen, übergriffige (sexuelle/sexistische) Sprüche machen, Frauen berühren, obwohl sie dazu keine Erlaubnis haben und Grenzen ignorieren, wenn Männer permanent in den Wettkampf mit anderen Männern gehen, sich vergleichen, der Beste sein wollen, ständig mit anderen Männern konkurrieren und somit einen enormen Schaden beispielsweise im Job anrichten, wenn Männer zu schnell und zu riskant Auto fahren und damit sich und andere gefährden, wenn sie immer nur im generischen Maskulinum sprechen (zum Beispiel „Die Lehrer“, obwohl auch Lehrerinnen gemeint sind), anstatt Frauen explizit zu nennen, wenn Männer ihren Kindern kein feministisches Vorbild sind oder wenn Männer Frauen objektivieren, sexualisieren und als Ware und Mensch zweiter Klasse ansehen!

Männer schädigen sich aber auch aufgrund ihrer problematischen Männlichkeitsvorstellungen massiv selber: Männer sterben durchschnittlich fünf Jahre früher als Frauen, weil sie sich riskanter verhalten, weil sie sich ungesünder ernähren als Frauen, häufiger rauchen, häufiger Alkohol trinken, häufiger Drogen nehmen, weil sie keine konstruktiven Strategien für den Umgang mit Wut, Ärger Frust, Angst oder Sorge erlernen, weil sie viel seltener zu fachärztlichem Personal gehen, viel seltener therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen und sich daraus resultierend drei Mal häufiger als Frauen umbringen.

Oft leugnen Männer sogar, dass Frauen strukturell und individuell in allen Lebensbereichen benachteiligt werden und verbreiten die Mär, dass eigentlich sie selber Opfer der Gesellschaft wären und nicht Frauen (zum Beispiel, weil Männer häufiger arbeitslos oder obdachlos sind). Unabhängig davon, dass sie eben anders als Frauen nicht in allen Lebensbereichen benachteiligt werden und dafür aber enorme Privilegien genießen, die Frauen nicht erhalten, ist der Grund für diese Missstände ebenfalls: Toxische Männlichkeit und das starre Festhalten an patriarchalen Geschlechtervorstellungen!

Immer wieder behaupten Männer, dass keiner der oben genannten Punkte auf sie zutreffen würde. Um das jedoch beurteilen zu können, müssten sie sich neutrale Meinungen und Feedback von Außen einholen. Dann würden Männer schnell merken, wie sehr sie sich und alle anderen belügen.

In meinem Buch zeige ich all die toxischen männlichen Anteile unserer Gesellschaft auf und biete Männern Lösungsstrategien an, damit sie beginnen können, diese zu verändern.

Darüber hinaus habe ich Forderungen an die Politik und Bildung formuliert und biete einen Einblick in die Methoden der feministischen Jungenarbeit für alle sozialen Berufe und für Eltern.

Das Buch wird mit Erfahrungsberichten von Männern, Frauen, Müttern und Vätern und ExpertInnen bereichert.

Ich möchte alle Männer dazu einladen, sich auf den Weg zu machen, um die eigenen toxischen Anteile zu erkennen, zu reflektieren und zu verändern und sich für eine gleichberechtigte Welt einzusetzen.

Sebastian Tippe

Das Buch kann bei Amazon.de bestellt werden (auf das Bild klicken):

oder direkt beim Verlag:

https://www.edigo-verlag.de/buecher/3/toxische-maennlichkeit-detail

Autoren-Info:

Sebastian Tippe

Sebastian Tippe ist Diplom-Pädagoge, Autor, arbeitet als Fachberater für Erziehungsstellen und ist Jungenarbeiter mit den Schwerpunkten geschlechtersensible Pädagogik, feministische Jungenarbeit und antirassistische Bildungsarbeit.

Sebastian Tippe hält Vorträge, gibt Webinare, schreibt Artikel und bietet Workshops zu feministischen Themen, insbesondere zu toxischer Männlichkeit, an.

Für pädagogisches Fachpersonal bietet er Fortbildungen zu geschlechtersensibler Pädagogik an sowie Workshops für männliche Schüler um Geschlechterrollen aufzubrechen und toxische Männlichkeit abzubauen.