Wie linke Männer Sklaverei, Missbrauch und Menschenhandel unterstützen

Ich war einmal der Auffassung, dass sich linksorientierte Menschen gegen Diskriminierung, gegen Sklaverei, gegen Unterdrückung, gegen Gewalt, gegen Missbrauch und gegen Menschenhandel einsetzen würden. Ja, dass sie dagegen kämpfen und sich diesem Kampf verschrieben haben. Mit diesem Bild bin ich großgeworden. Dieses Bild war ein Symbol, das mittlerweile völlig in sich zusammengebrochen ist und sich ins Gegenteil verkehrt hat: Denn es sind gerade oftmals linke Männer, die Menschenhandel und Sklaverei gut finden, diese selber nutzen und fördern. Gleichzeitig versuchen sie all diejenigen, die sich gegen Menschenhandel einsetzen, aggressiv mundtot zu machen.

Diese linken Männer sind überall in der Öffentlichkeit vertreten: in der Politik, in der Bildung, auf Veranstaltungen, auf Demos oder in den sozialen Netzwerken. Einige gründen sogar Einrichtungen, in denen Sklaven verkauft werden.

TRIGGERWARNUNG – sexualisierte Gewalt

Sehr viele linke Männer stehen dafür ein, dass alle Männer Sklaven nutzen dürfen. Erkenntnisse über Traumata, Zwang, Abhängigkeiten, fehlende Alternativen oder erlebten Missbrauch der Betroffenen werden ignoriert und werden ihnen sogar abgesprochen. Einige dieser linken Männer wagen sogar zu behaupten, dass die Sklaven sich freiwillig und sehr gerne unterdrücken lassen würden, dass sie Spaß an dem Missbrauch und der Gewalt hätten.  

Es gibt nicht wenige linke Männer, die in den Urlaub fliegen, um dort für wenig Geld einen Sklaven zu missbrauchen. Denn sie haben Freude daran, ihnen schlimme Gewalt anzutun.

Die Sklaven, von denen wir hier sprechen, kommen fast nie aus Deutschland. Sie werden aus Rumänien, Bulgarien, Afrika, Polen, Ungarn, Russland oder beispielsweise aus der Ukraine nach Deutschland verschleppt oder manipulativ hierher gelockt. Ihre Pässe werden ihnen abgenommen. Sie werden dann in Einrichtungen gebracht und alle paar Wochen in die nächste, damit die Menschenhändler sie nicht registrieren lassen müssen. Eigenes Geld besitzen die meisten Versklavten nicht. Der Großteil spricht kein Deutsch. Sie können sich daher nicht verständigen oder gar Hilfe holen. Sie haben keinen Zugang zu Behörden, ÄrztInnen oder zu therapeutischer Unterstützung.

Bei einer Form des Sklavenmarktes werden die Sklaven in kleinen Räumen mit Ausstellfenstern präsentiert. Die Männer können sich dann wie auf einem Markt einen aussuchen. Die Männer können sie sich häufig sogar vorab im Internet ansehen.

Untersuchungen zeigen, dass die Betroffenen lebenslange körperliche und psychische Schaden durch (linke) Männer erleiden.  Den linken Männern ist das aber egal. Viele von ihnen brüsten sich sogar öffentlich im Netz damit, was sie ihnen angetan haben. Sie sprechen oft auch in Männergruppen darüber und bejubeln sich dafür. Häufig wird sich darüber ausgetauscht, wie wenig wert die Sklaven sind und dass sie es nicht anders verdient hätten. Manche behaupten sogar, dass die Sklavenhaltung wichtig sei, da ansonsten Männer einfach Menschen auf der Straße oder ihre Partnerin missbrauchen und versklaven würden. Es sei quasi eine gute Tat. Außerdem, so die Männer, würden die Sklaven halt gerne Gewalt erleben wollen.

Nicht wenige der linken Männer kaufen gerne Jugendliche oder welche, die wie Kinder aussehen.

Verschiedene Studien haben ergeben:

  • 65 – 70% der Sklaven haben Übergriffe, sexuelle Gewalt oder Vergewaltigungen erlebt.
  • Fast alle leiden an Abhängigkeiten, um die Misshandlungen so weit wie überhaupt nur möglich zu ertragen und sich zu betäuben.
  • 83% konsumieren daher Heroin, Kokain, Cannabis oder Alkohol.
  • Viele sind psychisch krank.
  • 54% leiden unter einer schweren Depression.
  • 68% leider unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung.
  • 42% haben mindestens einmal oder mehrmals versucht, sich umzubringen um die Sklaverei und die damit einhergehende Gewalt und Bedrohung zu beenden.
  • 75% waren oder sind obdachlos.
  • 64% wurden bereits mit einer Waffe bedroht.
  • Mindestens 71% wurden insgesamt bedroht.
  • 73% hat Missbrauch und Gewalt in der Familie erlebt.
  • 70-95% wurden körperlich angegriffen.
  • 63% wurden während der Misshandlung durch (linke) Männer zusätzlich vergewaltig, jeder zweite Sklave mehr als 5 Mal.
  • 89% derjenigen, die aus der Sklaverei entfliehen wollten, konnten dies nicht.
  • Sklaven werden durchschnittlich nur 33 Jahre alt.

Die wenigen aus Deutschland stammenden Versklavten wurden ebenfalls bereits als Kinder missbraucht und sind traumatisiert. Ihnen wurde durch das Umfeld und die Gesellschaft eingetrichtert, dass sie nichts wert sind. Ihre Rolle sei es, den Männern zu dienen. Alternativlosigkeit spielt zudem eine große Rolle.

Das alles ist geschieht täglich weltweit. Geschätzt missbrauchen ca. 1,2 Millionen Männer pro Tag (!) versklavte Menschen.

Von wem sprechen wir hier?

Die Sklaven sind in Wirklichkeit fast ausschließlich Sklavinnen.

Die Frauen, die aus der Sklaverei entkommen konnten, nennen sich häufig selber Überlebende der Prostitution. 

In der Prostitution (bezahlte Vergewaltigung) sowie in der Pornografie (bezahlte gefilmte Vergewaltigung) verschränken sich Sexismus, Rassismus und Klassismus – der Kern ist toxische Männlichkeit, patriarchale Strukturen und die Machtausübung von Männern gegenüber Frauen, ihrer Selbstbestimmtheit und ihren Körpern. Mit Hilfe des nordischen Modells soll diese Form der Sklaverei abgeschafft werden.

Linke Männer – denkt mal drüber nach.

 

Weiterführende Literatur:

 

Autoren-Info:

Sebastian Tippe ist Diplom-Pädagoge und Autor. Er arbeitet als Sozialpädagogische Familienhilfe, als Fachkraft bei Kindeswohlgefährdung und ist Jungenarbeiter mit dem Schwerpunkt feministische Jungenarbeit.

Sebastian Tippe hält Vorträge, gibt Webinare, schreibt Artikel und bietet Workshops zu feministischen Themen an, insbesondere zu toxischer Männlichkeit.

Für pädagogisches Fachpersonal bietet er Fortbildungen zu geschlechterreflektierenden Themen an sowie Workshops für männliche Schüler um Geschlechterrollen aufzubrechen und toxische Männlichkeit abzubauen.

2021 erschien sein Buch „Toxische Männlichkeit. Erkennen, reflektieren, verändern“ im edigo-Verlag.